Löschgruppe Raestrup
2) LG Raestrup
In den 90ern wurde die Zahl der errichteten Sirenen erheblich reduziert, wobei die kleineren Löschzüge ihre Sirenen behielten da sie eine wesentliche Rolle in der Alarmierung der Wehr einnahmen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Telgter Wehr wurde am 23.5.1992 ein Leistungsnachweis für alle Wehren des Kreises Warendorf in Telgte durchgeführt. Diese Mammutveranstaltung wurde nur durch die sehr gute Zusammenarbeit der Wehren Telgte, Raestrup und Westbevern ein voller Erfolg. Der Jahreswechsel 1999 / 2000 stand bevor, und überall bestand eine gewisse Unsicherheit wie denn die Computeranlagen usw. mit diesem Jahreswechsel umgehen würden. Auch die Raestruper Kameraden wurden wegen befürchteter Zwischenfälle in dieser Nacht in erhöhter Alarmbereitschaft versetzt. Sogar der Ausbruch der „Maul – und – Klauen – Seuche“ zeigte im März 2001 seine Auswirkungen auf die Feuerwehr Telgte. So wurde z. B., um eine Verschleppung zu vermeiden, eine Landjugendparty und die Frühjahrsübung der Feuerwehr in Westbevern abgesagt. Für den Fall der weiteren Ausbreitung bestanden für die Kreise und Städte Steinfurt, Münster und Warendorf bereits Katastrophenpläne zum weiteren Vorgehen der Feuerwehren und anderer Organisationen. Seit dem 06.08. führen die Einheiten LG Raestrup und LZ Telgte ihren Ausbildungsdienst gemeinsam durch. Dies war aufgrund von Unstimmigkeiten innerhalb der Wehr notwendig geworden, um einen kompletten Zusammenbruch der Einheit zu vermeiden. Bei einem der schrecklichsten Terroranschläge wurden am 11.09.2001 in Amerika 2992 Menschen getötet, darunter ca. 300 Feuerwehrkameraden. Kurz zu den Ereignissen und dem Ablauf dieses Tages nach New Yorker Ortszeit. Am Morgen kapern 19 muslimische Terroristen vier US – Boeings. 08.46 Uhr Ein Flugzeug rast in den nördlichen Turm des World Trade Center in New York, mit 405 Meter eines der höchsten Gebäude der Welt. 09.03 Uhr Ein zweiter Jet fliegt in den Südturm. 09.37 Uhr Ein drittes Flugzeug rast in das Pentagon (Sitz des Verteidigungsministeriums) in Washington. 10.03 Uhr Ein viertes Flugzeug stürzt südlich von Pittsburgh ab. Sie sollte vermutlich das Weiße Haus treffen. (Selbst das Datum für diesen Anschlag war genauestens gewählt worden. Da bei der Datumsangabe in Amerika erst der Monat und dann der Tag genannt wird, ereignete sich der Anschlag am 09.11. was wiederum die amerikanische Notrufnummer ist. In den amerikanischen Medien war somit, wenn von der Zeit nach dem 09.11. berichtet wurde, immer die Rede von „The day after 911“.) Zum Gedenken der vielen getöteten Menschen, besonders der im Einsatz ums Leben gekommenen Rettungskräfte, gedachten mehrere Tausend Helfer aus dem gesamten Münsterland am 20.09. im hohen Paulus Dom zu Münster ihrer Kameraden. Archiv FF Telgte, Löschzug Telgte aus Münstersche Zeitung, Freitag, 21. September 2001 131. Jahrgang / 38. Woche / Nr. 220 Wie eng man in so einem Augenblick mit den Kameraden im entfernten Amerika zusammen steht zeigt allein die Tatsache, dass von den Feuerwehren Telgte, Raestrup, Westbevern und der Jugendfeuerwehr 70 Kameradinnen und Kameraden an der Gedenkfeier teilgenommen haben. Brandschutzdirektor a. D. Kurt Klösters bekam 2001 den Auftrag einen Brandschutzbedarfsplan zu erstellen. Anhand von Einsatzstatistiken der vergangenen Jahre und unter besonderer Berücksichtigung spezieller Gegebenheiten vor Ort (Bahnlinien, Bundesstraßen, Industrie, Einwohnerzahl, Bebauung, Krankenhäuser und Pflegeheime etc.) wurde ermittelt, was für die Einsatzbereitschaft der Wehr notwendig ist. Dieser Soll – Zustand wurde dann mit dem Ist – Zustand abgeglichen, und so war schnell zu erkennen wo Verbesserungsbedarf besteht. Im November 2002 lag dieser Brandschutzbedarfsplan in einem Umfang von fast 400 Seiten vor. Im April 2003 befaste sich der Rat mit dem Inhalt des Brandschutzbedarfsplanes. Als enthaltenen Hauptforderungen stellten sich heraus: - der Schutzziel – Erreichungsgrad ist zu optimieren - für den Bereich Telgte Stadt ist ein zweiter LZ notwendig, hauptsächlich Wochentags zwischen 6 und 18 Uhr, in Westbevern sieht die Personalsituation in dieser Zeit besser aus - die Unterbringung - das Gerätehaus Telgte platzt aus allen Nähten Klösters kommt in seinem BSBP zu dem Schluss den Standort Ritterstraße beizubehalten und einen zweiten Standort z. B. im Orkotten aufzubauen - das Gerätehaus Westbevern muss den Anforderungen angepasst werden - das Gerätehaus Raestrup muss dringend überarbeitet werden, sollte jedoch unbedingt beibehalten werden - der Fuhrpark bedarf einer dringenden Überarbeitung bis 2015 sollen laut BSBP 8 Fahrzeuge beschafft werden Am 15.12.2003 erhielt die Telgter Feuerwehr den Preis „Menschen für Menschen“ von der Thünte – Stiftung. In der Laudatio von Dr. T. Ostendorf hieß es über die Feuerwehr, „Ihr gemeinnütziges Engagement ist soziales Kapital für unser Gemeinwesen.“ Am 01.02.2006 ereignete sich der wohl größte Einsatz in der Geschichte der FF Telgte. In einer Villa war es durch einen defekten Fernseher zu einem Zimmerbrand gekommen. Die ersten am Brandherd angekommenen Atemschutz – Trupps wurden durch einen Flashover überrollt, wodurch sich der Brand auf die gesamte Etage ausbreitete. Hierbei wurde ein Kamerad verletzt, die beiden Hausbewohner zogen sich eine Rauchgasvergiftung zu. Erschwerend wirkte sich neben dem Wetter (die Temperaturen lagen bei – 4 C und es herrschte starker Nebel) die Lage des Objektes im Klatenberg aus. Im Einsatz befanden sich 12 Löschzüge, 5 THW – OG, 5 RTW, 2 NEF und 2 SEG`en mit 250 Einsatzkräften. Es entstand Sachschaden in Millionenhöhe. Auch 2006 rückten wieder einmal Tierseuchen bedrohlich nah an und in unser Einsatzgebiet. Zum einen wurde in den Landkreisen Recklinghausen und Borken die „Schweinepest“ entdeckt. Allein in diesen beiden Gebieten wurden über 120.000 Tiere gekeult und die Europäische Union verhängte für ganz NRW ein Transportverbot für lebende Schweine. Lediglich Transporte zum Schlachthof waren erlaubt. Zum anderen war es die „Vogelgrippe“, hervorgerufen durch den „H5N1 – Virus“. Durch die mögliche Ausbreitung dieser Seuche bedingt durch Zugvögel ging von ihr eine besondere Gefahr aus. Tote Vögle wurden durch die Feuerwehren, so auch in Telgte, eingesammelt und einer Untersuchung zugeführt, um festzustellen in wie weit sich die Seuche bereits ausgebreitet hat. Wie in den vergangenen Jahren wurden auch hier umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen ausgearbeitet. Um einen Einblick zur Prävention der weiteren Ausbreitung zu geben ist hier ein Auszug aus dem NDR – Videotext wiedergegeben. In Sperr- und Überwachungszonen von 3 bzw. 10 km Radius um eine Fundstelle gilt seit dem 04. März Hausarrest für Katzen. Hunde müssen an die Leine genommen werden. Geflügelhalter haben Sonderauflagen zu befolgen. Vor den Ställen herrscht eine Desinfektionspflicht und innerhalb ist das Tragen von Schutzkleidung verbindlich. Verstöße werden mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet. In Überwachungszonen können Ausnahmen lediglich durch die zuständigen Behörden genehmigt werden. Schutzvorkehrungen: Experten weisen darauf hin, dass bei direktem Kontakt mit erkrankten Tieren bestimmte Schutzvorkehrungen gelten. Geflügelhalter, deren Tiere erkrankt sind, müssen strenge Sicherheitsmaßnahmen beachten. Sie sollen auf „ABC – Survival – Kits“ (Schutzbrillen, Atemmasken, Schutzkleidung und –handschuhe) zurückgreifen. Nach Angaben des Robert – Koch – Instituts ist eine Vorbeugung durch virushemmende Mittel wie Tamiflu oder Relenza für Menschen vorteilhaft, die mit kranken Tieren in Kontakt kommen. Fachleuten zufolge besteht derzeit kein Anlass zur Panik. Dennoch müssen Nutzgeflügelprodukte vor dem Verzehr auf über 70 Grad Celsius erhitzt werden. Auch wenn lediglich eine geringe Ansteckungsgefahr zwischen Haustieren und Menschen besteht, wird das Händewaschen nach dem Kontakt empfohlen. Sollte ein Haustier Grippesymptome aufweisen und sich unnatürlich verhalten, ist ein Tierarzt aufzusuchen. Kann dieser einen Infektionsverdacht bestätigen, muss er die Veterinärbehörde oder Landesuntersuchungsämter verständigen. Ein wirksamer Impfstoff gegen die Vogelgrippe ist trotz anhaltender Forschungsbemühungen derzeit nicht in Reichweite. Von Vorratskäufen virushemmender Mittel raten Experten ab. Eine herkömmliche Grippeimpfung wird allerdings empfohlen, um eine Doppelinfektion des Menschen mit Grippeund Vogelgrippevieren auszuschließen. Auf diese Art könnte die Gefahr einer Pandemie aufgrund möglicher Genmutationen beider Grippeviren vermieden werden. NDR – Videotext, Seite 810 – 815, vom 12.03.2006 Und auf einmal war alles doch no nah was erst so weit weg erschien. In Wermsdorf, Sachsen, wird der erste Fall von Vogelgrippe bei Nutzgeflügel festgestellt. Von genau diesem Geflügelhof fuhr am 04.04. ein LKW zu einem Geflügelhof in Enniger, Kreis Warendorf. Da der Fahrer vermutlich nicht alle erforderlichen Desinfektionsmaßnahmen eingehalten hatte, bestand das Risiko das er das „H5N1 – Virus“ verschleppt haben könnte. Aus diesem Grund wurden am 09.04. 11.000 Jungputen in einen Container verbracht, der mit Kohlendioxid geflutet wurde, um sie zu keulen. Am Dienstag, den 11.04., machte endlich eine erlösende Nachricht die Runde. Von den 60 untersuchten Tieren des Bestandes war keines infiziert. Dank diesem Ergebnis hat Nordhrein – Westfalen nur mit der aktuell wieder auftretenden Schweinepest zu kämpfen. Ende 2009 geschah etwas, was bis dahin wohl niemand für möglich gehalten hätte. Der Landesfeuerwehrverband NRW war pleite und meldete Insolvenz an. Hierzu kam es, weil das Land NRW gewährte Zuschüsse für den Aus- und Umbau des Vereinseigenen Tagungshotel Phönix in Bergneustadt in Höhe von 2,7 Mio. € zurückrief. Die Kosten für die Baumaßnahmen waren von geplanten 5,4 auf 8,2 Mio. € gestiegen. Aufgrund dieser und einiger anderer Unstimmigkeiten griff das Land zu dieser drastischen Maßnahme. Kurz darauf wurde der „Verband der Feuerwehren in NRW“ als neuer Dachverband gegründet. Ganz Deutschland schaute nach Telgte, und dass leider nicht mit Respekt und Anerkennung. Besonders in Telgte ging das Jahr 2009 wohl als das Wahljahr schlechthin in die Geschichte ein: ▪ 07.06. Europawahl ▪ 30.08. Kommunalwahl ▪ 27.09. Bundestagswahl ▪ 13.12. Kommunalwahl Ja, das ist kein Druckfehler, in Telgte wurde zweimal eine Kommunalwahl durchgeführt. Der Grund hierfür war die Tatsache, dass bei der ersten Wahl am 30.08. durch ein Versehen 560 Briefwahlstimmen vor ihrer Auszählung vernichtet wurden. Da das Wahlergebnis äußerst knapp war, musste die Wahl unter denselben Voraussetzungen wiederholt werden, also ohne einen Gegenkandidaten für den Bürgermeister. Durch seine Niederlage in der zweiten Wahl, erfolgte eine dritte Kommunalwahl am 09.05.2010, zusammen mit der Landtagswahl. Für das Amt des Bürgermeisters sah das Wahlergebnis wie folgt aus: Herr Dr. Dietrich Meendermann 30.08.2009 ja 4342 nein 4257 13.12.2009 ja 4151 nein 4185 Herr Wolfgang Pieper 09.05.2010 ja 7780 (71,5 %) Das dieses Wahlergebnis zwischen dem 30.08.2009 und 2010 natürlich auch und gerade für die Belange der Feuerwehr von erheblicher Tragweite waren kann sich jeder denken, da die Geschäfte der Stadt während dieser Zeit „nur“ Kommissarisch weitergeführt wurden. Da aus diesem Grund der Neubau eines Gerätehauses für den Löschzug Telgte über etliche Wochen und Monate nicht vorangetrieben werden konnte, wurden im bestehenden Gerätehaus an der Ritterstraße einige Instandsetzungund Modernisierungsarbeiten durchgeführt, wie z. B. ▪ Installierung einer größeren Wasserleitung, um die Tanklöschfahrzeuge schneller betanken zu können ▪ Installierung einer Abgasabsauganlage und Verbesserung der Lüftung in der Fahrzeughall ▪ Zentrale Stromund Druckluftversorgung der Fahrzeuge. Auf diese Arbeiten hatte die Wehrführung in der Vergangenheit verständlicher Weise verzichtet, da es ja so schien, dass der Neubau nicht mehr in großer Zeitlicher Entfernung stehen würde. Im Laufe der Zeit zeichnete stetig der drohende Untergang der Löschgruppe Raestrup ab. Fehlende Mitglieder, Probleme mit der Ausbildung, schlechte Einsatzbereitschaft. Diese punkten führten über Jahre und durch verschiedene Brandschutzbedarfspläne zum Aus der Einheit. In den Westfälischen Nachrichten wurde wie folgt darüber berichtet. Fristverlängerung für Löschgruppe Telgte – Der Brandschutzbedarfsplan hat im Rat die letzte Hürde genommen. Nach einigen Änderungen, vorwiegend beantragt von der CDU – Fraktion, steht der Plan nun fest. Nicht aufgegeben wird der Standort Nord, auch wenn er beklagt ist. Und die Raestruper Löschgruppe hat eine Verlängerung um ein halbes Jahr bekommen. Von Thomas Biniossek … Insbesondere die Auflösung der Löschgruppe Raestrup bereitet den Ratsmitgliedern Bauchschmerzen. „Wir wollen den Standort der Raestruper Wehr nicht sofort aufgeben, sondern vielmehr ein halbes Jahr lang prüfen, wie die Versorgung Raestrups klappt“, sagte Marian Huesmann (Grüne). Erst nach Ermittlung neuer Daten solle über diesen Punkt neu entschieden werden. „Von acht Feuerwehrleuten, die in Raestrup wohnen, stehen lediglich zwei tagsüber zur Verfügung“, berichtete Bürgermeister Wolfgang Pieper. Damit sei ein Gruppenfahrzeug nicht zu bestücken, was den Brandschutzsachverständigen dazu bewogen habe, die Löschgruppe gänzlich aufzugeben. „Wie arbeiten an einem interkommunalen Projekt mit Warendorf“, ergänzte Stadtbrandmeister Alfons Huesmann. So könne Raestrup bei einem Notfall von zwei Seiten angefahren werden. Erfahrungswerte, ob so die Brandschutzziele erreicht werden, lägen aber noch nicht vor. Auch die CDU hatte sich mit dem Thema Wehr im Kirchspiel beschäftigt. „Wie wollen die Verwaltung beauftragen zu prüfen, ob eine Kooperation mit dem in Raestrup ansässigen Metallbetrieb möglich ist, so wie dies hier in Telgte mit Winkhaus der Fall ist“, sagte CDU – Fraktionsführer Christoph Boge. Dies werde nicht ganz einfach, entgegnete der Bürgermeister. Zum einen läge der Betrieb auf Everswinkeler Gebiet, zum anderen gebe es nur zwei Feuerwehrmänner, die dort arbeiten. „Es ist zudem offen, wie unsere beiden Kameraden in diesen Betrieb kommen:“ Im Rat fand sich schließlich eine Mehrheit dafür, die Löschgruppe Raestrup ein halbes Jahr weiter bestehen zu lassen und dann zu schauen, wie es weitergehen kann. … Westfälische Nachrichten Mittwoch, 25.10.2017 Löschgruppe Raestrup ist bald Geschichte Telgte – Die Löschgruppe Raestrup der Freiwilligen Feuerwehr gehört schon bald der Vergangenheit an. Von Andreas Große – Hüttmann Ab dem 1. November ist die Löschgruppe Raestrup der Freiwilligen Feuerwehr Geschichte. Denn nachdem der Gutachter bereits im Brandschutzbedarfsplan 2017 festgestellt hat, dass sich die Personalverfügbarkeit gegenüber den Vorjahren nicht gebessert habe, erbrachte auch ein weiterer Aufschub keine Veränderung. „Die Löschgruppe ist nicht in der Lage, eine taktische Einheit zu bilden“, heißt es in einer Stellungnahme der Wehr. Zudem sei im Bereich der Ausbildung keine nennenswerte Verbesserung festzustellen. Daher wird nicht nur die Löschgruppe aufgegeben, sondern auch der Standort in einer Scheune an der Gaststätte Büscher. Die Einsatzkräfte der Löschgruppe Raestrup sollen zukünftig dem Löschzug Telgte – Stadt zugeordnet werde, sagte Stadtbrandmeister Alfons Huesmann. Letztlich aber, das machte der Wehrführer deutlich, sei die Entscheidung die Sache eines jeden Einzelnen. Den Politikern aller Fraktionen war es ein großes Anliegen, „keine Engagierten zu verlieren“, wie es Karin Horstmann (FDP) stellvertretend betonte. Zudem forderte Christoph Boge (CDU) und Klaus Resnischek (SPD) unisono eine offizielle Würdigung der Jahrzentelangen ehrenamtlichen Arbeit der Mitglieder der Löschgruppe, beispielsweise bei einer kleinen Feierstunde oder einer anderen Gelegenheit. Wann und wie das genau geschehen soll, das soll die Verwaltung ausarbeiten. Um nach der Aufgabe der Löschgruppe und des Standortes weiterhin die Brandbekämpfung im östlichen Außenbereich Telgtes optimal sicherstellen zu können, hat sie die Verwaltung bereits mit der Stadt Warendorf in Verbindung gesetzt. Es konnte eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit der Feuerwehr Telgte und der Feuerwehr Warendorf, Löschzug Einen, geschlossen werden. Die Brandbekämpfer aus Einen werden zukünftig bei sogenannten schutzzielrelevanten Brandeinsätzen im östlichen Außenbereich parallel alarmiert. Ebenfalls eine gute Nachricht hatte der Stadtbrandmeister für Telgte: Es haben Gespräche zwischen der Verwaltung und der Firma Winkhaus stattgefunden. Es sei zugesagt, dass die Vereinbarung mit dem Unternehmen, auf dessen Gelände mittlerweile zwei Fahrzeuge stationiert sind, bis 2022 verlängert wird. Die im Unternehmen beschäftigten Mitglieder der Feuerwehr können so im Alarmierungsfall weiterhin unmittelbar vom Standort Winkhaus aus den Einsatzort anfahren. Westfälische Nachrichten Freitag, 21.09.2018