Telgte im Wandel
Telgte Bereits in nachrömischer Zeit (etwa 6. Jahrhundert bis ca. 1050) war die Region um Telgte von Stämmen der Sachsen besiedelt. Im Zuge der Sachsenmission und -kriege (772 bis etwa 804) durch Karl den Großen wurde dieses Gebiet christianisiert. Ludgerus, der erste Bischof von Münster (805 – 809), ließ in Telgte eine Kirche errichten. Diese Urpfarrkirche war vermutlich ein Holzbau. Telgte entwickelte sich an einer Gabelung der von Süden kommenden Handelsstraße in Richtung Nord- und Ostsee, da hier an einer Furt die Ems überquert werden konnte. Dort befanden sich ursprünglich zwei Bauernhöfe mit den Namen Frankenfurt und Telgoth. Erst nach und nach wuchs Telgte, dass erst Telgoth, dann Telget und Telgith und schließlich Telgte hieß, zu einer Stadt heran. Der Ort erhielt die Stadtrechte im Jahr 1238 und gehörte dem Kaufmannsbund Hanse an. Bürgermeisterei Telgte - 1844 1844 - 1975 Amt Telgte 1975 - heute Stadt Telgte (Neben dem Amtssitz des Bürgermeisters in Preußen auch eine aus mehreren Gemeinden zusammengesetzter Kommunalverband bzw. eine Im Rahmen der Einführung der Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen wurde 1844 im Landkreis Münster die Bürgermeisterei Telgte in das Amt Telgte überführt. Kirchspiel (Landgemeinde) Telgte 1800 - 1968 1968 - heute Stadt Telgte (Die Gemeinde war eine der im Münsterland mehrfach vorkommenden „Kirchspielgemeinden“, die das bäuerliche Umland eines städtischen Kirchenortes umfassten. Bestehend aus den Bauernschaften Berdel, Raestrup, Schwienhorst, Vechtrup und Verth.) Das Gebiet der Gemeinde Kirchspiel Telgte gehörte nach der Napoleonischen Zeit (1792 bis 1815) zunächst zur Bürgermeisterei Telgte im 1816 gegründeten Kreis Münster. Mit der Einführung der Westfälischen Landgemeindeordnung wurde 1843 aus der Bürgermeisterei Telgte das Amt Telgte. Die Gemeinde Kirchspiel Telgte wurde zu dieser Zeit teilweise auch als Landgemeinde Telgte bezeichnet. Durch das Gesetz über den Zusammenschluss der Stadt Telgte und der Gemeinde Kirchspiel Telgte wurde die Gemeinde Kirchspiel Telgte zum 1. Juli 1968 in die Stadt Telgte eingemeindet. Die Stadt Telgte kam 1975 zum neuen Kreis Warendorf. Amt Telgte 1844 - 1975 1975 - heute Stadt Telgte Im Rahmen der Einführung der Landesgemeindeordnung für die Provinz Westfalen (1815 bis 1918 Königreich Preußen / 1918 bis 1946 Freistaat Preußen) wurde 1844 im Landkreis Münster die Bürgermeisterei Telgte in das Amt Telgte überführt. Dem Amt gehörte die Stadt Telgte, die Gemeinde Kirchspiel (Landgemeinde) Telgte sowie die Gemeinde Westbevern an. Am 1. Juli 1968 wurde die Gemeinde Kirchspiel Telgte durch das Gesetz über den Zusammenschluss der Stadt Telgte und der Gemeinde Kirchspiel Telgte in die Stadt Telgte eingemeindet. Das Amt Telgte wurde zum 1. Januar 1975 durch das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Münster / Hamm aufgelöst. Westbevern wurde auf die Stadt Telgte und die Gemeinde Ostbevern aufgeteilt, die beide zum neuen Kreis Warendorf kamen. (I. Abschnitt – Gebietsänderung im Bereich der Gemeinden § 7 Zusammenschluss von Alverskirchen und Everswinkel zur neuen Gemeinde Everswinkel, Eingliederung von Flurstücken der Gemeinde Telgte § 8 Eingliederung von Westbevern sowie einiger Flurstücke in die Stadt Telgte, Auflösung des Amtes Telgte § 20 Zusammenschluss der Städte Freckenhorst und Warendorf sowie der Gemeinde Einen und Milte zur neuen Stadt Warendorf, Eingliederung von Flurstücken der Gemeinde Everswinkel und Telgte II. Abschnitt – Gebietsänderung im Bereich der Kreise § 53 Zusammenfassung von Ahlen, Beckum, Beelen, Drensteinfurt, Ennigerloh, Everswinkel, Oelde, Ostbevern, Sassenberg, Sendenhorst, Telgte, Wadersloh und Warendorf zum neuen Kreis Warendorf mit Sitz in Warendorf, welcher Rechtsnachfolger der aufgelösten Kreise Beckum und Warendorf ist) 1818 - 1844 Westbevern 1844 - 1975 Amt Telgte 1975 - heute Stadt Telgte Westbevern wurde am 5. März 1818 auf Anordnung der Königlichen Regierung in Münster als Selbständige Gemeinde geführt. Zu ihr gehörten neben dem Dorf „Westbevern“ die Orte Vadrup und Brock. Am 1. Januar 1975 wurde Westbevern im Rahmen der Gebietsreform in Nordrhein – Westfalen zwischen Ostbevern und Telgte aufgeteilt. Der Ortsteil Brock ging an die Gemeinde Ostbevern.