Chronik Feuerwehr Telgte
Seit 1885

Lob und Dank den Frauen

Lob und Dank den Frauen

Von Hans G. Kernmayer Der Wahrheit die Ehre; die Frauen sind es, die, wenn Not und harte Zeit

über das Land fallen, im besten Sinne des Wortes „ihren Mann“ stehen. Mütter,

Frauen, Bräute und Töchter wissen nie, ob die Feuerschützer, an denen sie in Liebe hängen, bei der Ausübung ihres Dienstes am Nächsten nicht Schaden

leiden – bei der Erfüllung ihrer berufsmäßig oder freiwillig übernommenen Pflicht den Tod erleiden oder führ ihr Leben bestraft werden. – Frauen sind von

der Natur ausersehen, alle Nöte zu ertragen; sie sind nicht dagegen wenn Vater, Gatte, Sohn, Bräutigam nach getaner Arbeit, statt im Kreise der Lieben zu weilen, zu den Übungen der Feuerschützer eilt, damit im Ernstfall jeder seinen Platz und seine Aufgabe kennt. Sonn- und Feiertage sind es, die die Frauen ohne ihre Männer verbringen müssen; - diese sind auf Orts-, Kreis- oder Landesfeuerwehrtagungen, um Erfahrungen im Feuerschutz auszutauschen. Wenn die Feuerglocke ruft, sind die Frauen und Mädchen auf dem Lande die ersten, die den auf dem Feld und im Wald arbeitenden Männern Stiefel, Helm, Rock entgegenbringen. Ohne große Worte zu brauchen, bestärken sie die

Männer, die Ideale innerhalb der Feuerwehr und den Spruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ hochzuhalten.

Viele Frauen stehen in erhabener Trauer vor dem toten Feuerschützer, den

sie geliebt – de sie geliebt; an den Händen – Kinder, die ihren Vater in der

Ausübung einer berufsmäßigen oder freiwilligen Pflicht im Dienst der

Nächstenliebe verloren haben. – Um die Mutter, um die Witwe und um die

Kinder des verunglückten Feuerschützers kümmern sich und sorgen die Kameraden. Dem ewig alten menschlichen Gesetz gehorchend, das eigene Leben und

den Fortbestand der Nächsten zu sichern, fordert die Mutter den Sohn auf – zu

helfen, wo es zu helfen gibt. Die opferbringenden Frauen der Feuerschützer werden von allen Wehrmännern ehrlichst und herzlichst verehrt. Der aufrechte Geist, der unter den Feuerwehrmännern herrscht, macht sich auch in der Liebe zu ihren Frauen und in der Erziehung ihrer Kinder bemerkbar; Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Hilfsbereitschaft, Treue, Tapferkeit und Mut sind die großen Eigenschaften einer Feuerwehrfamilie. Immer sind es die Frauen, die, ohne ihren Schmerz, ihre Sorge zu zeigen, die Männer auffordern, ihrer gefahrvollen Pflicht nachzukommen.

Allen Müttern und Frauen Lob und Dank – ihnen gebührt die Achtung

und Liebe aller Menschen.

Aus