Florian Telgte 4
Florian Telgte 4. Alarm In wenigen Minuten sehen Sie die erste Tonbildshow der Freiwilligen Feuerwehr Telgte. Aus dem Alltag der freiwilligen Feuerwehren: Sie sehen eine Tonbildshow nach dem Einsatzbericht der Freiwilligen Feuerwehr Telgte. Es wirken mit: Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Handorf, Hiltrup, Telgte und Ostbevern, sowie Kameraden der Polizeistation Telgte. Es fotografierten Leo Michalowski, Alfred Kaiser, Ton Bernhard Deiters, der Sprecher ist Heinz Elberfeld, Idee und Regie Reinhold Flüthe. Die Tonbildshow wurde hergestellt aus Anlas des 24. Deutschen Feuerwehrtages 1970 in Münster. Sie soll die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren dokumentieren, dem Fachmann zur Anregung, den Laien zum besseren Verständnis. Florian Telgte, 4. Alarm Sachlage: Telgte, 24. April 1968, 21.15 Uhr Notruf: Bauernhof Decker brennt Erster Alarm über Stillalarmierung, zwoter, dritter und vierter Alarm erfolgen binnen 30 Minuten. Wirtschafts- und Stallgebäude brennen auf voller Ausdehnung. Es gelingt 195 Schweine und 30 Bullen zu bergen. Zur Löschwasserversorgung muss 1500 m B – Leitung zur Ems verlegt werden. Eine bereits brennende Scheune wird mit Erfolgt abgelöscht. 1000 Legehennen und 25 Schweine kommen in den Flammen um, zwei Feuerwehrmänner werden leicht verletzt. Im Einsatz sind die Feuerwehren von Telgte, Raestrup, Westbevern, Westbevern – Vadrup, Westbevern – Brock, Handorf, Hiltrup und Ostbevern. Insgesamt befinden sich 13 Löschfahrzeuge im Einsatz. Ein außergewöhnlich warmer Frühlingsabend geht zu Ende, eine Stadt geht zur Ruh. Feueralarm! Das Tanklöschfahrzeug rückt aus. Florian Telgte, zweiter Alarm! Großalarm für die Feuerwehren des Amtsbereiches Telgte. Das zweite Löschfahrzeug verlässt die Feuerwache. Laufend treffen Feuerwehrmänner an der Wache ein, teils zu Fuß, teils mit eigenen PKW. In Windeseile werden weitere Fahrzeuge besetzt und rücken kurz nacheinander aus. Beim Eintreffen des TLF 16 an der Brandstelle brannte der Dachstuhl des Wirtschafts- und Stallgebäudes bereits in voller Ausdehnung. Erst in dieser Situation konnten die Bergungsarbeiten aufgenommen werden. Florian Telgte, dritter Alarm! Die Feuerwehren von Handorf und Hiltrup werden angefordert. Noch während der Schweinebergung konnte sich der Brand, begünstigt durch die Teerabdeckung und Strohisolierung des Flachgiebels, auf das Wohnhaus ausdehnen. Soeben trifft die Handorfer Wehr ein, und übernimmt die Löscharbeiten am Wohntrakt. Florian Telgte, vierter Alarm! Die bereitseingetroffenen Löschmannschaften reichen nicht aus. Die Feuerwehr Ostbevern wird zur Brandstelle beordert. Die weiteren Telgter Löschfahrzeuge beginnen damit die Versorgungsleitung zur Ems zu legen. Eine Wegestrecke von 1500 m muss bewältigt werden. Die vier Löschfahrzeuge der Feuerwehr Ostbevern erreichen die Brandstelle und werden eingewiesen. Trotz starker Behinderung durch den Verkehr und parkende Wagen geht die Schlauchverlegung der Telgter Wehr über die Landstraße zügig voran. Die Polizei muss die Straße sperren um dem anrückenden Hiltruper Tanklöschfahrzeug die Durchfahrt zur Einsatzstelle zu ermöglichen. Zur Stunde wird die Brandbekämpfung von vier Tanklöschfahrzeugen vorgenommen. Trotz hartem Einsatz konnte der Dachstuhl des Wohnhauses nicht mehr gehalten werden. Das erste Wasser lieferten die Tanklöschfahrzeuge Telgte und Handorf. Eine TS 8 wurde am Wasser gefüllt und eingesetzt. Ununterbrochen wird der Einsatzstelle das so dringend benötigte Löschwasser durch Tanklöschfahrzeuge der Hiltruper und Ostbevener Wehr zugeführt, bis die Versorgungsleitung zur Ems hergestellt ist. Telgter und Ostbevener Feuerwehrmänner verlegen durch unwegsames Gelände in stockdunkler Nacht, die restliche B – Leitung zur Ems. Alle 500 m wird eine TS 8 als Druckverstärkung zwischengeschaltet. Erschwert wird diese Arbeit der Ostbevener Feuerwehrkameraden dadurch, das sie sich in einem völlig unbekannten Gebiet zurechtfinden müssen. Unterstützt von den Männern der Telgter Wehr werden die schweren Löschfahrzeuge durch enge Wege und Weidezäune gelotzt. Höchste Anforderung und Konzentration werden an Fahrer und Maschine gestellt, bis das Steilufer der Ems erreicht ist. Gekonnt wird das Fahrzeug in Stellung gebracht, mit geübten Griffen die Pumpe angelegt und Der Verkehr auf der Landstraße hat weiter zugenommen, Zuschauer und Fahrzeuge blockieren die Straße. Polizei und Feuerwehr haben alle Hände voll zu tun den Anmarschweg für die Löschfahrzeuge frei zu halten, und das überfahren der Schlauchbrücke zu sichern. Mit dem Löschwasser aus der Ems wird der Brand eingekreist und niedergerungen. Die Männer sind jetzt vier Stunden im Einsatz. Der Brand ist unter Kontrolle. Nach der Lagebesprechung Fahren die Außenwehren zu ihren Standorten zurück. Spät ist es geworden. Bevor die restlichen Brandnester abgelöscht werden wird eine Verpflegungspause eingelegt. Die Löscharbeiten ziehen sich bis in die frühen Morgenstunden hin. Restliche Brandnester flammen wieder auf, die ein Abzug der Brandwache vorerst unmöglich machen. Erst jetzt, in der Helligkeit des Tages, ist das volle Ausmaß der Brandkatastrophe zu sehen. Vom Einsatz zurück. Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.