Chronik Feuerwehr Telgte
Seit 1885

Löschgruppe Westbevern – Dorf

3) LG Westbevern – Dorf

Anfang 1933 stand der Löschgruppe folgende Ausrüstung zur Verfügung: 1 Handdruckspritze & 1 Zubringer 4 Steigerhelme 24 Mannschaftshelme 4 Steigergurte 24 Mannschaftsgurte 4 Beile und Leinen für die Steiger 1 Hakenleiter 1 Leiter 1 Gerätewagen 16 m Saugschlauch 60 m Druckschläuche, 52 mm Die Alarmierung erfolgte durch Hornsignal. Die Zeit des dritten Reiches und der zweite Weltkrieg sollte nicht so verheerende Folgen für die Kameraden haben wie der erste Weltkrieg, wenn gleich sie sich natürlich auch dem Regime, mit all seinen dazugehörigen Erschwernissen, zu unterwerfen hatten. Selbst Strukturen und Organisationen der Feuerwehren und des Feuerlöschwesens wurden durch Gesetze und Runderlasse umgestellt und geregelt. Als Beispiele seien hier - das Preußische Gesetzt über das Feuerlöschwesen vom 15. Dezember 1933 - der Runderlass „Angleichung der außerpreußischen Feuerwehren“ des Reichs- und Preußischen Minister des Inneren vom 12. Januar 1936 - das Gesetz über das Feuerlöschwesen („Reichsfeuerlöschgesetz“) vom 23. November 1938 genannt. So wurde am 15. Februar 1934 der Löschzug bei einer Mitgliederversammlung in der Gaststätte Stumpe per Beschluss aufgelöst, da die bis dato selbständigen Löschzüge Dorf, Vadrup und Brock als die Löschzüge IV, V und VI in die „Freiwillige Feuerwehr für den Ortspolizeibezirk Telgte e. V.“ Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Telgte integriert wurden und somit das Gesetz vom 15. Dezember 1933 umgesetzt. 1936 wurde es für dringend notwendig befunden, dass das hiesige Geräthaus mit elektrischem Licht ausgestattet wurde. Des Weiteren wurde gefordert, um die Beschaffung an Löschwasser zu erleichtern, 24 Feuerlöschteiche durch den Reichsarbeitsdienst dort anlegen zu lassen, wo Ems, Bever oder Eltinmühlenbach nicht zu erreichen sind. Die gesetzlich begründete Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr der Feuerlöschverbandes Telgte“ 1941 hatte für die Feuerwehr keine so immensen Auswirkungen wie das 1933 der Fall war. Während des zweiten Weltkrieges kamen die Kameraden nicht nur in heimischer Umgebung zum Einsatz. Da sie mit dem Löschzug Stadt verschmolzen wurden, und auch motorisiert waren, gehörten sie der „Feuerwehrbereitschaft des Landkreises Münster“ an und hatten dementsprechend Einsätze in Münster und dem Ruhrgebiet zu bewältigen. Die Einsätze erstreckten sich oft über mehrere Tage und die Kameraden hatten nicht nur Brände zu löschen, sondern auch tote und Verletzten zu bergen. Ihre Kameraden ermutigten sie immer wieder mit Feldpostbriefen.